eVerordnung – der Idealprozess aus Sicht des Verbands Heilmittelsoftware

Ein durchgängiger, digitaler Zielprozess für eine praxistaugliche und interoperable elektronische Heilmittelverordnung.

Mit der elektronischen Heilmittelverordnung entsteht die Chance, die Heilmittelversorgung grundlegend zu vereinfachen und digital neu zu gestalten.

Der Verband Heilmittelsoftware beschreibt mit seinem Idealprozess ein fachliches Zielbild für eine durchgängig digitale, medienbruchfreie eVerordnung – von der Ausstellung bis zur Vergütung.

Warum braucht die eVerordnung einen klaren Zielprozess?

Die Einführung der eVerordnung darf sich nicht auf die Digitalisierung bestehender Papierlogiken beschränken. Ohne ein konsistentes Zielbild drohen Medienbrüche, parallele Sonderwege und zusätzlicher administrativer Aufwand in den Praxen.

Ein klar definierter Idealprozess schafft Orientierung für alle Beteiligten und bildet die Grundlage für:

  • stabile technische Implementierungen,
  • klare Verantwortlichkeiten,
  • hohe Datenqualität und
  • eine nachhaltige Entlastung der therapeutischen Einrichtungen.

Was versteht der Verband unter einem Idealprozess?

Der Idealprozess des Verbands Heilmittelsoftware beschreibt ein fachliches Zielbild für die elektronische Heilmittelverordnung.

Er ist bewusst unabhängig von aktuellen Übergangsregelungen, politischen Zwängen oder historisch gewachsenen Sonderlogiken formuliert.

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der eVerordnungsprozess langfristig funktionieren sollte, um Versorgung zu verbessern und Bürokratie abzubauen.

Der Idealprozess erhebt keinen Anspruch auf rechtliche Verbindlichkeit. Er dient als fachliche Referenz und Diskussionsgrundlage für Politik, Selbstverwaltung und Industrie.

Leitprinzipien des Idealprozesses 

Hohe 
Datenqualität

Verordnungen müssen vollständig, korrekt und geprüft im System der verordnenden Stelle erstellt werden. Nur so lassen sich Rückfragen, Korrekturen und Absetzungen vermeiden.

Entbürokratisierung

Digitale Prozesse müssen Medienbrüche ersetzen – nicht neue erzeugen. Ziel sind klare Statusmodelle und eindeutige Verantwortlichkeiten.

Interoperabilität

Alle beteiligten Systeme müssen auf einer einheitlichen Daten- und Prozesslogik zusammenarbeiten – unabhängig vom jeweiligen Softwareanbieter.

Barrierearme Nutzung

Die eVerordnung muss für Patient:innen, Praxen und Verordnende einfach, verständlich und alltagstauglich nutzbar sein.

Der Idealprozess im Überblick

Der Idealprozess bildet den vollständigen Lebenszyklus einer eVerordnung ab und beschreibt das Zusammenspiel aller beteiligten Akteure.

1. Erstellung der eVerordnung
Vollständig, korrekt und geprüft im System der verordnenden Stelle

2. Digitale Bereitstellung & Transparenz
Strukturierte, versionierte Verordnung mit klaren Statusinformationen

3. Annahme durch Heilmittelerbringer
Prüfung von Qualifikation, Kapazität und fachlicher Eignung

4. Durchführung & Leistungsbestätigung
Digitale, barrierearme Bestätigung ohne zusätzliche Hardware

5. Dokumentation & Abrechnung
Durchgängig digital – bis hin zur perspektivischen Einzelabrechnung

6. Vergütung & Rückmeldung
Transparente Status- und Rückmeldelogik für alle Beteiligten

BPMN-Idealprozess als Referenzmodell

Der Verband Heilmittelsoftware hat den Idealprozess zusätzlich als BPMN-Modell ausgearbeitet.

Dieses Modell beschreibt detailliert:

  • Akteursrollen,
  • Datenflüsse,
  • Statuslogiken und
  • Schnittstellen entlang des gesamten eVerordnungsprozesses.

Das BPMN-Modell dient Softwareherstellern, Selbstverwaltung und politischen Entscheidungsträgern als gemeinsame fachliche Referenz für die Weiterentwicklung der eVerordnung.

Mehrwert für die Beteiligten

Was der Idealprozess konkret verbessert

Für therapeutische Praxen

  • weniger Bürokratie
  • weniger Rückläufer und Korrekturen
  • bessere Planungs- und Abrechnungssicherheit

Für Verordnende

  • klare Prüfregeln
  • transparente Statusmeldungen
  • reduzierte Rückfragen

Für Kostenträger

  • höhere Datenqualität
  • automatisierbare Prüfprozesse
  • perspektivisch schnellere Abrechnung

Einordnung & Dialogangebot

Ein Angebot zum Dialog

Der Verband Heilmittelsoftware versteht den Idealprozess als konstruktiven Beitrag zur Weiterentwicklung der eVerordnung.

Wir laden alle beteiligten Akteure ein, diesen Zielprozess gemeinsam weiterzuentwickeln und schrittweise in die Praxis zu überführen – mit dem gemeinsamen Ziel einer digitalen Heilmittelversorgung, die Versorgung verbessert und Praxen entlastet.

12 x

Gründungsmitglieder

109 h

 gemeinsamer Austausch

62 % 

Marktanteil

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